Die Geschichte vom "hässlichen Entlein"


Die Modellgeschichte des Derby war nicht gerade eine Erfolgsgeschichte. Er ist bis heute der größte Flop, den Volkswagen jemals produziert hat. Man munkelt sogar, dass sich die Verantwortlichen noch immer für den Derby schämen. Es lag wohl am Zielgruppenkonzept: Er sollte Männer durch den großen Kofferraum und Frauen durch seine kleinen Abmessungen begeistern. Letztendlich war aber das Gegenteil der Fall, Männern war er zu klein und den Frauen war er durch den abfallenden Kofferraum
zu unübersichtlich. Dies schlug in den Verkaufzahlen nieder:
DERBY 1 : 300000 Stück
DERBY 2 :   98000 Stück

Frühjahr 1977
Markteinführung des Derby1. Der Derby erscheint als
Stufenheckversion des Erfolgsmodells Polo 1
Chrom, runde Scheinwerfer und eine kantige
Linienführung prägen sein äußeres Erscheinungsbild.

1979
Der Derby wurde technisch und optisch überarbeitet
Die wichtigsten optischen Neuerungen waren die eckigen
Scheinwerfer und die Kunststoffstoßfänger .

1982
Der Derby geht in die zweite Generation. Natürlich
wieder auf Polo Basis. Er hat weiterhin eckige Scheinwerfer
Die Linienführung wirkt etwas harmonischer, als beim Derby 1.

August 1984
Der Derby verkaufte sich sehr schleppend, also vepasste
man ihm die runden Scheinwerfer vom Polo. Weiterhin gab man
ihm jetzt den Namen "Polo Stufenheck" Die VW-Chefetage
hoffte durch diese Neuerung den Verkauf anzukurbeln.

1990
Die Produktion vom Derby/Polo wird eingestellt
Es gab noch eine Stufenheckversion vom Polo 3.
Dieser wurde nur in einer Auflage von 500 Stück (ohne Garantie)
produziert. Dieses Modell sieht man heute eventuell
noch auf großen Treffen, wie z.B. in Luckau.

1995
Wieder auf Basis des Polo erscheint der Polo Classic.
Keiner würde es wagen ihn als Derby zu Bezeichnen,
aber er ist ist der Enkel des Derby.
Er wird heute noch in Mexico gebaut.

Diese Liste bietet nur einen groben Überblick über den Derby. Es gab von Jahr zu Jahr immer kleine technische Neuerungen,
die hier nicht aufgeführt sind. Ob es nun die Farben, die Motoren oder die Ausstattungen waren. Ich denke jeder Derby-Liebhaber
kennt diese Details, falls nicht, könnt Ihr sie gerne bei mir erfragen.